Vertreterversammlung

Weinheim, 8. Mai 2017

Volksbank Weinheim eG geht Herausforderungen aktiv an

Im Rahmen ihres traditionellen Pressegesprächs zur Vertreterversammlung blickten der Sprecher des Vorstands, Manfred Soßong, und Vorstand Carsten Müller nicht nur auf das gut verlaufene Jubiläumsjahr, für das Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 4,0 Prozent vorschlagen werden, zurück. Sie berichteten auch von ihren aktuellen Plänen, mit denen sich die Volksbank Weinheim den Herausforderungen der Zukunft stellen will.

Bilanz- und Ertragszahlen konkretisiert

Wie bereits berichtet, nutzte die Bank die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und steigerte die Bilanzsumme um 109 Mio. Euro auf aktuell 1,28 Mrd. Euro. Die Bilanzposition der Kundeneinlagen wuchs um 9,7 Prozent und saldierte mit 1,07 Mrd. Euro erstmals die Milliardengrenze. Erneut gestiegen war auch die Kreditnachfrage, so konnte die Volksbank die Kundenforderungen um 2,7 Prozent auf 596,8 Mio. Euro ausbauen. Carsten Müller kommentiert dieses Ergebnis so: „Wir sehen in unserer Region weiterhin ein großes Potential in den Immobilienfinanzierungen, im vergangenen Jahr hatte sich allerdings die eingeführte Wohnimmobilienkreditrichtlinie bremsend ausgewirkt. Diese hat nicht nur die Anforderungen an die Vergabe von Krediten deutlich erhöht, sondern auch den bürokratischen Aufwand sowohl auf der Banken- wie auf der Kundenseite überdurchschnittlich steigen lassen. Ungeachtet dessen werden wir unser Leistungs- und Beratungsangebot, das unseren Kunden Immobilien und Finanzierungen aus einer Hand anbietet, noch in diesem Jahr stärker ausbauen.“

Provisionsergebnis nach wie vor gut – Dividendenvorschlag bei 4%

Nach dem weit überdurchschnittlichen Provisionsergebnis aus dem Vorjahr zeigt sich Vorstandssprecher Manfred Soßong auch mit dem aktuellen Ergebnis zufrieden. Zwar sank der Provisionsüberschuss wie geplant um 1,07 Mio. Euro auf nun mehr 12,0 Mio. Euro, dennoch sei das im Vergleich mit den Wettbewerbern und anderen Volks- und Raiffeisenbanken nach wie vor ein überdurchschnittliches Ergebnis. Durch die höheren Zuführungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken sinkt der Jahresüberschuss um 2,2 Mio. Euro auf 3,5 Mio. Euro. „Wir sind mit dem erzielten Ergebnis zufrieden“, so Soßong weiter, „auch, wenn die Situation am Zins- und Kapitalmarkt dazu führt, dass wir 2016 über 180.000 Euro an Strafzinsen (Negativzinsen) abführen mussten. Wir versuchen alles, um diese Kosten zu kompensieren, um diese nicht an unsere Kunden weitergeben zu müssen, aber ausschließen können wir es de
facto auch nicht mehr.“

Mehr Eigenkapital für mehr Wachstum

Seit Jahresanfang bietet die Volksbank ihren Mitgliedern die Möglichkeit, ihre Geschäftsanteile zu erhöhen. „Wir wollen in den nächsten Jahren weiterwachsen und sehen in unserer Region auch ausreichend Potential unser Kreditgeschäft deutlich auszuweiten“, erklärt der unter anderem für das Privat- und Firmenkundengeschäft zuständige Vorstand Carsten Müller. Um den immer schärfer werdenden Anforderungen von Bundesbank und Europäischer Zentralbank gerecht zu werden, brauche man eine komfortable Eigenkapitalausstattung, ergänzt Soßong: „Damit wir sowohl den steigenden Anforderungen von Basel III als auch unserem Wachstumswunsch gerecht werden können, haben wir es uns zum Ziel gesetzt, unsere Geschäftsguthaben bis zum Ende des Jahres deutlich zu steigern. Aktuell sind wir auf einem guten Weg dieses Ziel auch zu erreichen.“

Investieren und Herausforderungen aktiv angehen

Neben den immer höheren gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen sind laut Vorstandssprecher Soßong, die Niedrigzinsphase und das geänderte Kundenverhalten die aktuellen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. „Mit unserem bereits 2014 begonnenen Strategieprozess sehen wir uns für diese Herausforderungen bereits gut gerüstet“, erklärt
er. „Wie ja bekannt, haben wir im Rahmen unserer künftigen Ausrichtung auch die Konzeption unserer Standorte überarbeitet. Wir sind uns sicher, dass wir mit dem Ausbau der Hauptstelle und unseren Filialen in Hemsbach und Leutershausen zu regionalen Beratungszentren den richtigen Weg eingeschlagen haben. Zusammen mit unseren weiteren Filialen im vorderen Odenwald bleiben wir unserer Region treu und sorgen dafür, dass für unsere Mitglieder und Kunden beste Beratung und beste Leistungen immer in greifbarer Nähe sind“ betont sein Vorstandskollege Carsten Müller weiter. Man sei sich einig, dass Investition sowohl in die Modernisierung von Standorten, aber auch in die technische Infrastruktur, vor allem aber in die Mitarbeiter und somit in Summe in die Region, die richtige Strategie für die Zukunft sei, so Soßong und Müller unisono. „Wir haben den Anspruch, unseren Kunden bestes Banking zu bieten und das soll man auch erleben können, räumlich, technisch und im persönlichen Kontakt. Zusätzlich investieren wir in den Ausbau unserer persönlichen und filialunabhängigen Serviceleistungen, die wir über Telefon, E-Mail oder auch über Chat-Funktionen anbieten“, führt Carsten Müller weiter aus.

Volksbank für beste Beratung ausgezeichnet

Die Volksbank Weinheim wurde von dem Wirtschaftsmagazin Focus-Money in Zusammenarbeit mit dem Institut für Vermögensaufbau im Rahmen des so genannten CityContests, bei dem Banken in 200 deutschen Städten getestet werden, ausgezeichnet. „Wir sind sehr stolz, dass wir von Focus-Money nicht nur in der Kategorie ‚Beste Privatkundenberatung 2017‘, sondern gleichzeitig auch in der Kategorie ‚Beste Geschäftskundenberatung 2017‘ als beste Bank ausgezeichnet wurden“, informiert Vorstand Carsten Müller. Bei den Tests, bei den unter anderem Kriterien wie „Atmosphäre und Interaktion“, „Nachbetreuung“ und „Sachgerechtigkeit“ sowie die Servicequalität bewertet wurden, konnte die Volksbank Weinheim Mitbewerber wie die Deutsche Bank aber auch die Sparkasse auf die Plätze verweisen. „Diese Auszeichnung ist für uns Lohn und Ansporn gleichermaßen“, erklärt Müller weiter.

Mitgliedschaft mit Herz

Im letzten Geschäftsjahr startete die Volksbank Weinheim mit dem deutschlandweit bislang einmaligen Konzept der ‚Mitgliedschaft mit Herz‘, bei dem die Mitglieder der Bank ihre Dividende für einen guten Zweck zur Verfügung stellen. Für diese Gelder können sich dann gemeinnützige Vereine oder Institutionen bewerben. In der ersten Runde, die in der zweiten Jahreshälfte 2016 startete, bewarben sich fünf Vereine um insgesamt 14.330 Euro, die die Bank abschließend in voller Summe auszahlen konnte. Für 2017 fließen nun erstmals die Dividenden in Höhe von rund 19.000 Euro (Bruttodividende) der Mitglieder mit Herz in den Finanzierungstopf. „Wir sind begeistert, dass bereits so viele Kunden und auch Mitarbeiter auf die Mitgliedschaft mit Herz umgestellt haben. Ich bin mir sicher, dass wir noch viele unserer Mitglieder von dieser Idee begeistern können“, sagt Vorstandssprecher Manfred Soßong. Im Juni startet die nächste Bewerbungsphase, in der die gemeinnützigen Vereine und Institutionen der Region ihre Projekte auf der Internetseite Mitgliedschaft mit Herz (volksbank-weinheim.de/mitgliedschaft-mit-herz) einreichen können. Vorstand Carsten Müller fordert die Vereine zur Teilnahme auf: „Ich kann jedem, der finanzielle Unterstützung für sein Vereinsprojekt braucht, nur empfehlen, sich bei uns und unserer Mitgliedschaft mit Herz zu bewerben.“

Organisatorisches

Die Vertreterversammlung findet am Mittwoch, 10. Mai 2017, um 18:30 Uhr, in der Stadthalle Weinheim statt. In diesem Jahr stehen keine Besonderheiten, wie beispielsweise Wahlen in den Aufsichtsrat, an.