Vertreterversammlung

Weinheim, 14. Mai 2018

Volksbank Weinheim eG kann ihren Vertretern gute Zahlen vorlegen

Heute konnten der Sprecher des Vorstandes, Carsten Müller, und Vorstand Klaus Steckmann bereits über das erfreuliche endgültige Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 berichten. In der bevorstehenden Vertreterversammlung wollen Vorstand und Aufsichtsrat deshalb auch wieder eine Dividende von 4,0 Prozent vorschlagen. Im Rahmen ihres traditionellen Pressegesprächs zur Vertreterversammlung berichteten sie zudem über aktuelle Themen, mit denen sich die Volksbank Weinheim derzeit beschäftigt und wie die Herausforderungen der Zukunft angegangen werden.

Weiter erfolgreich gewachsen

Unterstützt durch die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, vor allem aber durch die sich auszahlende strategische Ausrichtung in den letzten Jahren, konnte die Bank erneut die Bilanzsumme steigern.

Die Bilanzsumme wuchs um 31,2 Mio. Euro auf aktuell 1,3 Mrd. Euro. Erreicht wurde dieser neue Höchststand vor allem durch ein Wachstum bei den Krediten.

Insbesondere die Bilanzposition der Kundenforderungen stieg nach 2,7 Prozent im Jahr 2016 jetzt um 5,8 Prozent bzw. 34,6 Mio. Euro auf 631,4 Mio. Euro in 2017 an. Vorstandssprecher Carsten Müller erklärt dazu: „Die nach wie vor sehr niedrigen Zinsen waren für viele – vor allem auch für unsere gewerblichen Kunden – ein besonderer Anreiz. Insgesamt konnten wir über 100 Mio. Euro an neuen Krediten vergeben.“

Die Kundeneinlagen wuchsen leicht um 0,6 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. "Trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus parken viele unserer Kunden ihre Gelder auf kurzfristigen Positionen und verpassen so die Renditechancen, die zum Beispiel der Aktienmarkt aktuell bereithält", erklärt Vorstandssprecher Carsten Müller weiter. Mit ihren Beratungsangeboten wie dem Vermögens-Dialog oder auch dem Depot-Check bietet die Bank ihren Kunden nicht nur umfangreiche Analysen der aktuellen Situation, sondern gleichzeitig auch auf den jeweiligen Bedarf der Kunden zugeschnittene Lösungen an.

Sehr gutes Provisionsergebnis

Nach den bereits guten Provisionsergebnissen in den Vorjahren konnte die Bank das Provisionsergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals deutlich steigern. Vorstand Klaus Steckmann: "Wir sind stolz, dass wir den Provisionsüberschuss mit einem Plus von 5,7 Prozent über dem Vorjahr weiter steigern konnten." Insgesamt erwirtschaftete die Bank im Provisionsergebnis, in das neben dem Wertpapiergeschäft auch die Erfolge aus den Vermittlungen von Versicherungen und dem Bausparen, das Immobiliengeschäft sowie die Dienstleistungsentgelte einflossen, 12,7 Mio. Euro. Eine Summe, die im Vergleich mit den Wettbewerbern und anderen Volks- und Raiffeisenbanken ein überdurchschnittliches Ergebnis darstellt. "Einen großen Teil unseres Provisionsergebnisses erzielen wir aus dem Wertpapiergeschäft. Hier zahlt sich die überragende Kompetenz aus, die wir im Private Banking Team aber auch in der Gesamtbank über viele Jahre hinweg aufgebaut haben. In der Region sind wir damit der Top-Player", kommentiert Carsten Müller das Ergebnis.

Auch beim Zinsüberschuss kann die Bank einen Zuwachs von 2,9 Prozent auf jetzt 18,6 Mio. Euro ausweisen. Klaus Steckmann erklärte hierzu: "Eigentlich wären wir beim Zinsergebnis - wie für das nach wie vor niedrige Zinsumfeld normal - gesunken. Durch eine Fondsausschüttung in unseren Eigenanlagen, die im Jahr 2017 erfolgte, wurde es jedoch positiv beeinflusst."

Für das Geschäftsjahr konnte die Bank somit einen um 4,0 Prozent gestiegenen Rohertrag von insgesamt 31,3 Mio. Euro ausweisen.

Die Verwaltungsaufwendungen zu denen der Personalaufwand, aber auch der Sachaufwand wie auch die Abschreibungen gehören, blieben mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent im letzten Jahr nahezu unverändert.

Jahresüberschuss deutlich gestiegen

Nachdem das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Jahr 2016 durch die Umbuchung von Reserven einen enormen Zuwachs erlebte, hat es sich in 2017 bei nahezu unveränderten Verwaltungsaufwendungen sowie einem positiven Risikoergebnis von rund 0,7 Mio. Euro weitestgehend normalisiert. „Wir haben dieses Jahr zudem rund 3,1 Mio. Euro zurückgestellt, um mögliche finanzielle Aufwände, die sich aus unseren langfristigen Zinssicherungsgeschäften ergeben können, frühzeitig auszugleichen“, kommentiert Klaus Steckmann das Ergebnis.

Der Jahresüberschuss der Volksbank Weinheim eG stieg um fast 7,4 Prozent auf 3,7 Mio. Euro. „Wir sind mit dem erzielten Ergebnis sehr zufrieden. Unsere Cost-Income-Ratio (CIR), also der Betrag, den wir aufwenden müssen, um einen Euro Gewinn zu erzielen, sank von 67,0 Cent auf jetzt 65,4 Cent. Auch dieser Wert kann sich, nicht nur im Vergleich mit den umliegenden Banken, durchaus sehen lassen“, unterstreicht Carsten Müller das Ergebnis.

Geschäftsguthaben verdoppelt – Dividendenvorschlag von 4 Prozent

Mit Beginn des Jahres 2017 hatte die Volksbank ihren Mitgliedern die Möglichkeit geboten, ihre Geschäftsanteile zu erhöhen. Ziel war es, die Eigenkapitalausstattung der Bank in einem komfortablen Umfang auszuweiten, um zum einen den immer schärfer werdenden regulatorischen Anforderungen – wie zum Beispiel Basel III – gerecht zu werden, vor allem aber auch um das Kreditgeschäft weiter ausweiten zu können. „Wir wollen hier in den nächsten Jahren im Sinne unserer Mitglieder und Kunden weiter wachsen, deshalb betrachten wir die Diskussionen um die Erschließung von neuen Gewerbegebieten in Weinheim mit großem Interesse.“, erklärt Carsten Müller. „Mit unserem Geschäftsguthaben, das wir von 13,0 Mio. Euro auf 25,7 Mio. Euro nahezu verdoppeln konnten, stieg unsere Kernkapitalquote auf 16,2 Prozent und unsere Gesamtkapitalquote auf 19,3 Prozent. Damit übertreffen wir die regulatorischen Vorgaben für 2018 von 10,9 Prozent deutlich“, ergänzt Klaus Steckmann. Die Zahl der Mitglieder wuchs auf 22.349 an. Die Volksbank Weinheim eG war damit erneut die größte wirtschaftliche Personenvereinigung in unserer Region.

Der Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr, den Vorstand und Aufsichtsrat der Vertreterversammlung vorlegen wollen, liegt mit 4,0 Prozent auf Vorjahresniveau. Vorstandssprecher Carsten Müller erklärt dazu: „Die vorgeschlagene Dividende von 4,0 Prozent liegt wie in den letzten Jahren auch, deutlich über dem Kapitalmarkt. Zusammen mit unseren angebotenen Mehrwerten, wie zum Beispiel die Preis- und Leistungsvorteile durch die goldene VR-BankCard Plus, bieten wir so unseren Mitgliedern ein attraktives Gesamtpaket.“

Auch die Zahl der Mitglieder mit Herz, die ihre Dividende für die Förderung der Region einsetzen, steigt stetig. „Bereits über 500 Mitglieder stellen ihre Dividende für einen guten Zweck zur Verfügung. Gemeinnützige Vereine oder Institutionen aus der Region können sich um diese Gelder bewerben, um damit Projekte zu realisieren, die sonst nicht möglich gewesen wären“, informiert Klaus Steckmann.

Mit der in 2016 gestarteten Mitgliedschaft mit Herz bekamen bislang insgesamt 15 von insgesamt 21 Projekten durch die Mitglieder mit Herz so viel Zustimmung, dass sie finanziert werden konnten bzw. in 2018 noch finanziert werden.

Veränderten Bedingungen aktiv begegnen

Während die immer stärkeren regulatorischen Rahmenbedingungen insbesondere die administrativen Aufgaben der Bank betreffen, ist nach Aussage der Vorstände Carsten Müller und Klaus Steckmann im Kundengeschäft vor allem das geänderte Kundenverhalten, das mit der Digitalisierung einhergeht, deutlich spürbar. „Wir wissen, wie wichtig den Menschen – insbesondere in unseren Filialorten im Odenwald – eine Bankfiliale vor Ort ist, wir merken aber auch, wie selten der klassische Bankschalter noch genutzt wird“, berichtet Vorstandssprecher Carsten Müller. „Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, die Servicezeiten den gesunkenen Kundenfrequenzen anzupassen“, so Müller weiter.

Im Gegenzug hat die Volksbank bei ihren telefonischen Dienstleistungen das Leistungsspektrum deutlich ausgebaut und erweitert. Es wird nun zudem durch ein eigenes hausinternes Team anzubieten. „Mit unserem 12-köpfigen Serviceteam, das wir DirektService nennen, können wir ohne Unterbrechung 10 Stunden pro Tag für unsere Kunden da sein. Unsere Mitarbeiter, die vor allem aus Filialkräften bestehen, können unseren Kunden so nicht nur das Gefühl geben, direkt in der Filiale zu stehen, sondern in dem meisten Fällen den Kundenwunsch erfüllen, noch während der Kunde am Telefon ist“, erklärt Carsten Müller. „Aktuell erhalten wir täglich zwischen 300 und 350 Anrufe, durch unsere gute Teamstärke ist auch eine top Erreichbarkeit gewährleistet“, berichtet Carsten Müller weiter. „Schön ist, dass wir mit diesem Angebot auch ältere Kunden einen einfachen und bequemen Service bieten zu können, gerade dann, wenn Sie die Vorteile des Onlinebankings nicht nutzen können oder wollen“, ergänzt Klaus Steckmann.

Beste Beratung in moderner Atmosphäre

Auch wenn sich heute fast alle täglichen Bankgeschäfte auch online oder über den neuen DirektService erledigen lassen, setzt die Volksbank ihren Schwerpunkt auf die persönliche Beratung. Diese sollen die Kunden künftig im modernen Ambiente nutzen und erleben können. „Für das persönliche Beratungsgespräch ist neben kompetenten Mitarbeitern und einem Netzwerk aus erstklassigen Experten eine moderne und gleichzeitig angenehme Atmosphäre wichtig. Aktuell modernisieren wir nach diesen Gesichtspunkten unsere Filiale in Leutershausen. In 2018 werden wir ebenfalls unsere Villa Hagander und das Unternehmerhaus dahingehend umbauen. Mit dem Umbauarbeiten in der Hauptstelle werden wir spätestens in 2019 beginnen“, informiert Klaus Steckmann.

„Unsere Beratungen bieten wir Montag bis Freitag von 7:00 Uhr bis einschließlich 20:00 Uhr an“, ergänzt Vorstandssprecher Müller, „wir wollen für unsere Kunden dann da sein, wenn sie Zeit haben. Ein modernes Ambiente unterstreicht dabei unseren Anspruch auf bestes Banking.“ „Wir freuen uns schon, wenn wir Anfang Juli unsere Kunden in den neuen Räumen in Leutershausen begrüßen können“, erklärt Carsten Müller.

Neues Kompetenzzentrum für Immobilien geplant

Die Volksbank Weinheim, die seit fast 30 Jahren im Immobiliengeschäft tätig ist, plant ein neues Kompetenzzentrum für alle Themen rund um die Immobilie zu errichten. „Neben dem An- und Verkauf von Immobilien, haben wir in den letzten Jahren unsere Kompetenzen in den Bereichen Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren und auch im Bereich der Bauträgerbetreuung stark ausgebaut. Dieses Know-how wollen wir nun an einem Ort bündeln. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, unser Anwesen in der Bismarckstraße 3 zu einem ‚Haus der Immobilie‘ umzugestalten“, berichtet Carsten Müller. „Wir sind uns sicher, dass wir mit dem Gebäude den idealen Ort gefunden haben, um unseren Kunden und dem Immobilien- und Finanzierungsteam die repräsentativen Räumlichkeiten zu bieten, die unserem Kompetenzanspruch entsprechen“, erklärt Klaus Steckmann. Mit dem Umbau soll noch dieses Jahr begonnen werden.

Organisatorisches

Die Vertreterversammlung findet am Mittwoch, 16. Mai 2018, um 18:30 Uhr, in der Stadthalle Weinheim statt.

In diesem Jahr gilt es neben der Feststellung des Jahresabschlusses und der Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand, drei Aufsichtsratsposten zu besetzen. Turnusgemäß scheiden der Vorsitzende des Aufsichtsrates Wolfgang Scheffler sowie Dr. Dietmar May aus und stellen sich zur Wiederwahl. Karl Schnell scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus. An seine Stelle soll nach Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat Michael Leysieffer, Vorstand der internationalen Personalberatung PPV AG sowie geschäftsführender Gesellschafter der PPV GmbH & Co. KG in Frankfurt am Main, in den Aufsichtsrat gewählt werden.

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die Abstimmung über Änderungen der Satzung und Wahlordnung der Volksbank Weinheim eG. Neben rechtlichen Änderungen, die aufgrund von Gesetzesänderungen notwendig sind, sind es vor allem Formulierungen, die an eine zeitgemäße Sprache angepasst werden sollen.