Vertreterversammlung

Weinheim, 21.05.2019

Für morgen, Mittwoch den 22. Mai 2019, hat die Volksbank Weinheim eG wieder ihre Vertreter zur 54. Ordentlichen Vertreterversammlung eingeladen. Carsten Müller, Sprecher des Vorstandes, und Vorstand Klaus Steckmann berichten bereits heute im traditionellen Pressegespräch zur Vertreterversammlung über das gute Ergebnis, die geplante Dividende und was die Vertreter, Mitarbeiter und Gäste darüber hinaus noch erwartet.

Bilanzsumme deutlich höher als geplant

Eigentlich hatte die Bank für 2018 geplant, die Bilanzsumme durch Umschichtungen in außerbilanzielles Fondsgeschäft um rund 300 Mio. Euro zu reduzieren. „Auch durch einen unerwartet hohen Zufluss von neuen Kundeneinlagen fiel die geplante Reduzierung deutlich geringer aus, als ursprünglich geplant“, erklärt Klaus Steckmann die Bilanzsumme, die sich um 36,5 Mio. Euro auf nunmehr 1,27 Mrd. Euro verkleinerte. Steckmann: „Wir halten aber an unserem Plan fest, die Bilanz­summe weiter, idealer­weise auf gut 1,2 Milliarden Euro abschmelzen zu lassen.“

Die Kundenforderungen, sprich die Kredite, der Volksbank Weinheim stiegen deutlich an. Sie wuchsen um 86,1 Mio. Euro bzw. 13,6 Prozent auf nunmehr 717,5 Mio. Euro. „Betrachtet man das Kreditneugeschäft, bei dem die Tilgungen bestehender Kredite noch nicht gegengerechnet sind, wuchsen wir sogar um 220,9 Mio. Euro.“, berichtet Vorstandssprecher Carsten Müller stolz.

Die Kundeneinlagen reduzierten sich zwar um 84,0 Mio. Euro bzw. 7,8 Prozent auf 991,0 Mio. Euro, doch dies ist nur eine Seite der Medaille. Durch eine Zunahme der Liquiditätshaltung gerade zum Jahresende kam es bei Firmen- wie auch Privatkunden sogar zu einem Einlagenwachstum. „Viele unserer Kunden parkten ihre Gelder auf kurzfristigen Positionen“, erklärt Carsten Müller. „Hierdurch verpassen sie aber wichtige Renditechancen, die andere Anlagen bieten.“ Mit Beratungsangeboten wie dem Vermögens-Dialog oder auch dem Depot-Check bietet die Volksbank Weinheim ihren Kunden umfangreiche Analysen der aktuellen Situation sowie auf den jeweiligen Bedarf der Kunden zugeschnittene Anlagelösungen an.

Sehr gutes Zins- und Provisionsergebnis

Aufgrund des guten Wachstums konnte die Bank neben einem – trotz des anhaltenden Niedrigzinsniveaus – um 1,4 Prozent gestiegenen Zinsüberschuss von 18,9 Mio. Euro auch ihr gutes Provisionsergebnis des Vorjahres im Geschäftsjahr 2018 auf dem hohen Niveau von 12,6 Mio. Euro halten. Vorstand Klaus Steckmann dazu: „Wir sind stolz, dass wir einen Provisionsüberschuss in dieser Höhe erwirtschaften konnten, denn im Vergleich mit den Wettbewerbern und anderen Volks- und Raiffeisenbanken ist unser Ergebnis nach wie vor überdurchschnittlich.“ „Einen großen Teil unseres Provisionsergebnisses, genauer gesagt 55 Prozent, erzielen wir aus dem Wertpapiergeschäft. Hier zahlt sich die überragende Kompetenz aus, die wir im Private Banking Team aber auch in der Gesamtbank über viele Jahre hinweg aufgebaut haben. In der Region sind wir damit der Top-Player“, kommentiert Carsten Müller das Ergebnis. Ins Provisionsergebnis fließen neben dem Wertpapiergeschäft auch die Erfolge aus den Vermittlungen von Versicherungen und dem Bausparen, das Immobiliengeschäft sowie die Dienstleistungsentgelte ein.

Bewertungsergebnis normalisiert

Obwohl die Verwaltungsaufwendungen, zu denen der Personalaufwand, aber auch der Sachaufwand gehören, mit 4,2 Prozent um 0,8 Mio. Euro auf 20,3 Mio. Euro gestiegen waren, kann die Volksbank Weinheim ein Ergebnis vor Bewertung von 9,8 Mio. Euro ausweisen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Plus von 1,7 Mio. Euro oder 21,5 Prozent. Das Bewertungsergebnis, das im Vorjahr mit +0,5 Mio. Euro untypischerweise positiv war, normalisierte sich wieder und saldierte zum Jahresende bei -1,9 Mio. Euro. Dadurch sank das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 8,5 Mio. Euro auf nunmehr 7,9 Mio. Euro.

Der Jahresüberschuss der Bank stieg dank eines gesunkenen Steueraufwands um 8,1 Prozent auf 4,05 Mio. Euro. Aus diesem soll, neben der Stärkung des Eigenkapitals, auch wieder eine Dividende von 4,0 Prozent gezahlt werden.

Die Cost-Income-Ratio (CIR), also der Betrag, den die Bank aufwenden muss, um einen Euro Gewinn zu erzielen, stieg bedingt vor allem durch die gestiegenen Verwaltungsaufwendungen und Investitionen von 65,4 Cent im Jahr 2017 auf jetzt 67,8 Cent.

Eigenkapital weiter ausgebaut

Positiv entwickelte sich auch das Eigenkapital der Bank, das die Grundlage für die Vergabe von Krediten bildet. Nach der Verdopplung der Geschäftsguthaben der Mitglieder im Geschäftsjahr 2017 wuchs das gezeichnete Kapital im Geschäftsjahr 2018 um 1,2 Mio. Euro auf 27,2 Mio. Euro an. „Unsere Quote an Eigenmitteln zu den risikogewichteten Aktiva stieg trotz unseres deutlichen Kreditwachstums um 0,2 Prozent auf jetzt 19,5 Prozent an; unsere Kernkapitalquote stieg sogar um 0,4 Prozent auf 16,6 Prozent“, informiert Klaus Steckmann. „Alles in allem zeigt dies, dass wir auf sehr gesunden Füßen stehen“, so Steckmann weiter.

Anzahl der Mitglieder steigt weiter

Die Zahl der Mitglieder wuchs per Saldo um fast 2,0 Prozent, das sind 431 Köpfe, auf 22.780 Mitglieder an. Die Volksbank Weinheim eG war damit erneut die größte wirtschaftliche Personenvereinigung in unserer Region. Der Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr, den Vorstand und Aufsichtsrat der Vertreterversammlung vorlegen wollen, liegt mit 4,0 Prozent auf Vorjahresniveau. Vorstandssprecher Carsten Müller erklärt dazu: „Die vorgeschlagene Dividende von 4,0 Prozent liegt – wie in den letzten Jahren auch – deutlich über dem Kapitalmarkt. Zusammen mit unseren angebotenen Mehrwerten, wie zum Beispiel die Preis- und Leistungsvorteile durch die goldene VR-BankCard Plus, bieten wir so unseren Mitgliedern ein attraktives Gesamtpaket.“

Auch die Zahl der Mitglieder mit Herz, die ihre Dividende für die Förderung der Region einsetzen, steigt stetig. „Bereits rund 580 Mitglieder stellen ihre Dividende für einen guten Zweck zur Verfügung. Gemeinnützige Vereine oder Institutionen aus der Region können sich um diese Gelder bewerben, um damit Projekte zu realisieren, die sonst nicht möglich gewesen wären“, informiert Klaus Steckmann. Für 2019 plant die Bank eine Bereitstellung von über 50.000 Euro, um die sich die Vereine und Institutionen der Region bewerben können.

Neue Strategieplanung gestartet

Bereits Ende November 2018 hatte die Bank damit begonnen, in verschiedenen Workshops mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber auch mit den Mitgliedern über die Bank von Morgen zu sprechen. „Es war einfach toll mitzuerleben, wie stark unsere MitarbeiterInnen und Mitglieder an Ihrer Bank und an der Zukunft unseres Hauses interessiert sind“, berichtet Carsten Müller. Die Bank überarbeitet zurzeit ihre Strategie für die mittel- und langfristige Ausrichtung und konzentriert sich dabei vor allem darauf, die Bank in Zeiten der Digitalisierung mit zukunftsfähigen Leistungsangeboten auszustatten. „Wir sehen die Digitalisierung als Chance, denn die Workshops haben uns gezeigt, dass der Mensch insbesondere unsere Mitarbeiter mit ihrer Kundenkenntnis in den nächsten Jahren im Mittelpunkt stehen wird. Daneben gilt es aber auch Angebote zu schaffen, die es den Menschen ermöglichen, ihre finanzielle Tagesgeschäfte noch einfacher und bequemer abzuwickeln“, ergänzt Klaus Steckmann.

Neuer Geschäftsbericht online

Ihren neuen Geschäftsbericht präsentiert die Bank seit diesem Jahr nicht mehr nur in gedruckter Form, sondern auch in einer digitalen Online-Variante. „Neben den nackten Zahlen wollen wir vor allem interessante Geschichten erzählen und zeigen wie unsere Kunden zusammen mit  uns ihre Wünsche und Ziele erreichen, und das geht in einer interaktiven Weise besser, als nur in einer gedruckten Variante“, berichtet Vorstand Klaus Steckmann. Der Online-Geschäftsbericht, der im Internet unter zukunft-entsteht-hier.de zu finden ist, zeigt neben den Zahlen und den Erfolgsgeschichten der Bank auch einen Rückblick auf vergangene Veranstaltungen. „Uns ist es wichtig, ein lebendiges Medium zu haben, das unterjährig mitwächst und wir nicht immer ein Jahr warten müssen um unseren nächsten Geschäftsbericht auflegen zu können“, informiert Carsten Müller.

Wagniskapital-Fonds ins Leben gerufen

Vor wenigen Tagen hat die Volksbank Weinheim zusammen mit sechs weiteren Banken aus der Region ihren ersten Wagniskapital-Fonds ins Leben gerufen. Er trägt den Namen VC (für Venture Capital) Fonds Rhein Neckar und wird von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz kurz ISB geleitet und gemanagt. „Mit dem VC-Fonds Rhein Neckar können wir jungen Unternehmen und Startups eine Lösung bieten, wenn diese Unternehmen neben der klassischen Fremdkapitalfinanzierung Eigenkapital benötigen“, erklärt Carsten Müller. Denkbar sind aber auch Lösungen für die Unternehmensnachfolge oder für Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Wachstum. „Bei der Wahl des Partners für die Auflage und Verwaltung des Fonds haben wir uns ganz bewusst für die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz entschieden, da sie nicht nur selbst auch in diesen Fonds investiert, sondern vor allem, da die ISB langjährige Erfahrung im Management sowie in der Vergabe der Mittel aus den VC-Fonds besitzt“, berichtet Klaus Steckmann.

Neues Kompetenzzentrum für Immobilien bereits im Bau

In der Bismarckstraße 3 hat die Volksbank Weinheim wie angekündigt damit begonnen, ihr neues Kompetenzzentrum für alle Themen rund um die Immobilie zu errichten. „Neben dem An- und Verkauf von Immobilien, haben wir in den letzten Jahren unsere Kompetenzen in den Bereichen Immobilienfinanzierung, Immobilieninvestoren und auch im Bereich der Bauträgerbetreuung stark ausgebaut. Dieses Know-how bündeln wir nun an einem Ort, dem ‚Haus der Immobilie‘, wie wir es nennen werden“, erzählt Carsten Müller. „Auch hier wird sich unser modernes Beratungskonzept wiederfinden, bei dem unsere Kunden und das Immobilien- und Finanzierungsteam in repräsentativen Räumlichkeiten miteinander sprechen und arbeiten können“, berichtet Klaus Steckmann. Der Umbau soll bis Ende September abgeschlossen sein.

Weibliche Verstärkung im Aufsichtsrat geplant

In diesem Jahr gilt es neben der Feststellung des Jahresabschlusses und der Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand, einen Aufsichtsratsposten neu zu besetzen. Altersbedingt scheidet Peter Unrath aus dem Gremium aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für die Neubesetzung des Postens der Vertreterversammlung Kerstin Bosslet, Wirtschaftsjuristin und Rechtsanwältin aus Weinheim, vor. Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die Abstimmung über eine weitere Änderung der Satzung und Wahlordnung der Volksbank Weinheim eG.

Organisatorisches

Die Vertreterversammlung findet am Mittwoch, 22. Mai 2019, um 18:30 Uhr, in der Stadthalle Weinheim statt.