Vertreterversammlung

Weinheim, 27.07.2020

Gute Ausgangslage für geplante Fusion

Am Mittwoch, den 29. Juli 2020, findet die 55. ordentliche Vertreterversammlung der Volksbank Weinheim statt. Die Vertreterinnen und Vertreter der Bank sind unter anderen aufgerufen, über die Fusion mit der Volksbank Kurpfalz abzustimmen. Vor der Veranstaltung hatte der Vorstand wieder zum traditionellen Pressegespräch eingeladen. Neben der Vertreterversammlung und der geplanten Fusion standen die aktuellen Zahlen aber auch die Corona-Krise auf dem Programm.

Bilanz- und Ertragszahlen auch in 2020 weiter gut.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 hatte die Bilanzsumme der Volksbank Weinheim mit einem Plus von 8,0 Prozent bereits einen neuen Höchststand von 1,37 Mrd. Euro erklommen. „Seitdem sind wir um weitere acht Prozent auf über 1,47 Mrd. Euro gewachsen. Unsere gute Geschäftsentwicklung in 2019 konnten wir trotz Coronakrise im aktuellen Geschäftsjahr fortsetzen“, freut sich Carsten Müller, Vor­standssprecher der Bank. „Sowohl bei den Einlagen, vor allem aber in dem für uns wichtigen Kreditgeschäft sind wir mit einem Plus von rund 32 Mio. Euro weiter gut gewachsen“, ergänzt Klaus Steckmann, der unter anderem für die Geschäftszahlen zuständig ist. Zwar sind Bilanzsumme, Kundeneinlagen oder auch Kundenforderungen nur Stichtagswerte, nach Angaben der Vorstände zeigen diese aber die Stabilität der Bank auch unter den Belastungen der Coronakrise. „Ganz spurlos wird die Krise aber auch an uns nicht vorbeigehen“, so Klaus Steckmann weiter. „Wir rechnen derzeit mit einem Rückgang im Rohertrag von bis zu einer Mio. Euro.“ Laut Carsten Müller ein mehr als vertretbares Ergebnis, hatte die Volksbank zum Jahresende mit einem Zinsüberschuss von 19,3 Mio. Euro und einem Provisionsergebnis von 13,2 Mio. Euro ein Rekordergebnis erzielt. „Auch wenn die derzeitigen Zahlen wieder sehr gut aussehen, bleibt eine zuverlässige Prognose schwer, denn wir wissen noch nicht, wie sich die Corona-Pandemie und die durch sie betroffenen Firmen mittelfristig entwickeln werden“, so Carsten Müller wörtlich.

Ausschüttung der Dividende verschoben

Aufgrund des guten Ergebnisses hatten Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank ursprünglich geplant, der Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2019 die Ausschüttung einer vierprozentigen Dividende vorzuschlagen. Angesichts der Covid-19-Pandemie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Einklang mit der Europäischen Zentralbank den Banken mit Nachdruck empfohlen mindestens bis Oktober 2020 keine Dividende ausschütten, um so ein zusätzliches finanzielles Polster für die möglichen Folgen der Coronakrise zu haben. Wie Vorstandssprecher Carsten Müller betont, werde man dieser Empfehlung folgen, da der Hinweis der Bafin unmissverständlich ist. Damit spielt er auf eine Aussage des Bafin Exekutivdirektors Röseler an, der in einer Rede sagte, dass man sich im Falle einer  Dividendenausschüttung von Banken fragen müsse ob die Gremien des Finanzinstitutes noch das volle Vertrauen der Bankenaufsicht verdienen. „Wir werden – wie übrigens die Volksbank Kurpfalz auch – den Gegenwert der vierprozentigen Dividende ins nächste Geschäftsjahr übertragen. Über die Verwendung wird dann die Vertreterversammlung 2021 beschließen.“ erklärt Klaus Steckmann.

Trotz Corona für die Kunden da

Auch die Volksbank Weinheim wurde vom Ausmaß der Coronakrise überrascht, die Folgen hingegen sind für die Volksbank bis heute überschaubar. „Wir haben seit Beginn der Pandemie daran gearbeitet unsere Beratungen und Dienstleistungen auch in den Zeiten des Lockdowns sicher zur Verfügung stellen zu können. Unser Krisenteam hat sehr schnell reagiert und noch bevor es erste offizielle Regelungen gab, haben wir ein Sicherheits- und Hygienekonzept erstellt, dass es uns ermöglichte unsere Türen für unsere Kunden immer offen zu halten“, erklärt der für das Krisenmanagement zuständige Klaus Steckmann. Da die Bank im Rahmen ihrer Digitalisierungsoffensive die meisten ihrer Leistungen bereits vor der Krise online angeboten hatte, konnte sie, zusammen mit ihrem neuen Angebot der Videoberatung, für viele Kunden Leistungen im notwendigen Umfang anbieten. „Dass unser Konzept funktioniert hat, können wir mit den Halbjahreszahlen 2020 eindrucksvoll zeigen“, unterstreicht Carsten Müller die Maßnahmen. Weiter erklärt er, dass all dies aber nur möglich gewesen sei, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit Beginn der Corona-Krise größtmöglichen Einsatz gezeigt haben. Carsten Müller weiter: „Dank dem Engagement unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen konnten wir z. B. unseren Firmenkunden schnell Zugang zu den Fördermitteln des Bundes und der Länder ermöglichen.“

Mannheim statt Weinheim

Die Covid-19-Pandemie war es auch, warum die Vertreterversammlung der Volksbank Weinheim zunächst verschoben und dann nach Mannheim verlegt werden musste. Eigentlich hätte die 55. ordentliche Versammlung der Vertreterinnen und Vertreter der Volksbank Weinheim am 12. Mai stattfinden sollen. Doch dann kam Corona und damit einhergehend Versammlungsverbote und Abstandsregeln. Nach langer Planung kann die Vertreterversammlung jetzt am Mittwoch, 29. Juli 2020, in der Maimarkthalle in Mannheim stattfinden. „Theoretisch wären auch eine digitale oder eine rein schriftliche Versammlung möglich gewesen. Mit Blick auf die rechtlichen Unsicherheiten dieser beiden Versammlungsarten sowie  dem zentralen Thema Fusion mit der Volksbank Kurpfalz kamen für Vorstand und Aufsichtsrat nur eine Präsenzveranstaltung in Frage, sagt  Carsten Müller. Klaus Steckmann dazu: „Mit der Maimarkthalle in Mannheim haben wir einen Veranstaltungsort gefunden, der über eine Fläche von 7.500 Quadratmetern genug Platz bietet, um die Sicherheitsabstände einzuhalten und auch für alle anderen Hygienevorschriften eine Lösung bietet.“ Leider muss das traditionelle Spargelessen im Anschluss der Versammlung entfallen. Rolf Pflästerer und sein Cateringteam sorgen aber während der Veranstaltung dafür, dass es Vertretern und Gästen an nichts mangelt. „Wir bedauern sehr, dass wir unsere vielleicht letzte Vertreterversammlung als Volksbank Weinheim nicht in Weinheim abhalten können und danken unseren Vertreterinnen und Vertretern sehr für ihr Verständnis“ ergänzt Carsten Müller dazu.

Der Zukunft gemeinsam begegnen

Der wohl wichtigste Abstimmungspunk der kommenden Vertreterversammlung ist die geplante Fusion mit der Volksbank Kurpfalz. Diese hatte die Bank Ende 2019 bekanntgegeben und in regionalen Vertreterveranstaltungen sowie in verschiedenen Pressegesprächen ihre Vertreterinnen und Vertreter aber auch die Öffentlichkeit umfassend informiert. „In dem Zusammenschluss unserer beider Volksbanken sehen wir zum einen viele Vorteile für unsere Mitglieder und Kunden sowie auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum anderem sehen wir darin eine große Chance, den Herausforderungen der kommenden Jahre mit der dafür nötigen personellen Kraft und finanziellen Stärke begegnen zu können“, beschreibt Carsten Müller, der künftig die Rolle des Vorstandssprechers in der neuen Bank übernehmen wird, die Gründe für den Zusammenschluss. Carsten Müller weiter: „Die Digitalisierung, die immer komplexer werdende Regulatorik, der zunehmende Wettbewerb von bisher bankfernen Unternehmen, aber auch die Suche nach Spezialisten und qualifizierten Fachkräften sind Themen, die uns in der Zukunft noch stärker beschäftigen werden und für die wir Antworten haben müssen. Die Verbindung unserer beider Banken lässt eine neue starke Bank mit einem attraktiven Geschäftsgebiet entstehen.“

Eine neue starke Bank für die Region

Durch die Verschmelzung der Volksbank Kurpfalz mit der Volksbank Weinheim entsteht eine neue Bank mit einer Bilanzsumme von gut 3,1 Mrd. Euro, einem betreuten Kundenvolumen von ca. 7,9 Mrd. Euro, rund 69.000 Mitgliedern, mehr als 100.000 Kunden und rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das künftige Geschäftsgebiet reicht von Hemsbach im Norden bis St. Ilgen im Süden sowie von Ladenburg bis nach Wald-Michelbach im Odenwald. An 34 Standorten ist sie mit zwei Hauptstellen in Weinheim und Heidelberg für Ihre Kunden vor Ort.

Geschäftsbericht zur Vertreterversammlung online

Ihren aktuellen Geschäftsbericht präsentiert die Volksbank Weinheim auch in diesem Jahr nicht nur in gedruckter Form, sondern auch in einer digitalen Online-Variante. „Wir setzen unsere Reihe fort, in der wir interessante Geschichten erzählen und zeigen wie unsere Kunden zusammen mit  uns ihre Wünsche und Ziele erreichen“, berichtet Vorstand Klaus Steckmann. Der Online-Geschäftsbericht, der im Internet unter zukunft-entsteht-hier.de zu finden ist, zeigt neben den Zahlen ausgesuchte Erfolgsgeschichten aus der Region. „Schon im letzten Jahr haben wir viel Lob für das neue Format bekommen. In diesem Jahr konnten wir mit den Kundeninterviews, bei denen vor allem unsere Kunden mit ihrer Geschichte zu Wort kommen, nahtlos an das vergangene Jahr anknüpfen. Ich denke mit dem Geschäftsbericht, der am Abend der Vertreterversammlung online sein wird, können wir zeigen, dass wir bei der Verbindung von offline und online auf einem guten Weg sind“, so Carsten Müller abschließend.

Organisatorisches

Die Vertreterversammlung findet am Mittwoch, 29. Juli 2020, um
18:30 Uhr, in der Maimarkthalle statt. Neben dem Beschluss über die Fusion mit der Volksbank Kurpfalz eG stehen unter anderem die Wiederwahl der Aufsichtsräte Dr. Jan Haaß, Andrea Odenwälder und Achim Walter auf der Tagesordnung. Der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Scheffler wird im Rahmen der Vertreterversammlung für sein langjährige Engagement mit der silbernen Ehrennadel des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes geehrt. Die Auszeichnung wird durch den Präsidenten des Verbandes, Dr. Roman Glaser, verliehen.